Am Schwarzen Graben

Plangebiet

Im Rahmen des dialogorientierten Moderationsverfahrens wird der gesamte Raum zwischen der Neukirchener Straße im Süden und dem Schutzgebiet „Schwarzer Graben“ im Norden betrachtet. Dieses sogenannte „erweiterte Plangebiet“ wird im Osten durch die St.-Peter-Straße und im Westen durch die bogenförmig nach Norden verlaufende Straße „Am schwarzen Graben“ begrenzt. Es bildet den Rahmen für das im Fokus der Diskussion liegende sogenannte „engere Plangebiet“ – immerhin ein Areal mit einer Flächengröße von rund 20 Hektar. Dieser Kernbereich beinhaltet die Flächen zwischen der Neukirchener Straße und den Sportflächen der Theodor-Klein-Sportanlage und bezieht darüber hinaus den in die Jahre gekommenen Tennenplatz mit ein. Für diese Flächen soll über eine Bebauung mit Wohnungen nachgedacht werden. Das von Wohngrundstücken, landwirtschaftlichen Flächen sowie Flächen für Tierhaltung und Sport geprägte Gelände „Am Schwarzen Graben“ wird auch vom örtlichen Schützenverein in Teilen als Festplatz sowie als Kirmesplatz genutzt – ein weiterer wichtiger Aspekt für die Entwicklung.

Der Namensgeber für das Plangebiet ist der „Schwarze Graben“ – ein vor mehr als 200 Jahren angelegter Entwässerungsgraben. Er war Teil eines umfassenden Systems, um das damals bestehende Sumpfgebiet trocken zu legen und für die landwirtschaftliche Nutzung vorzubereiten. Im Zuge des Braunkohletagebaus Garzweiler I wurden künstliche Einleitstellen von Wasser über Leitungen in das Grabensystem geschaffen, um die bestehenden Feuchtbiotope vor dem tagebaubedingten Absenken des Grundwasserspiegels zu bewahren. Diese Einleitstellen speisen bis heute den Schwarzen Graben.