Am Schwarzen Graben

Onlinebeteiligung

Die Zukunft in Neuss-Rosellerheide mitgestalten!

Die Online-Beteiligung ist abgeschlossen. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Ideen und Anregungen! Die Zusammenfassung der Ergebnisse der Online-Beteiligung finden sie nachfolgend. Zudem besteht für Sie die Möglichkeit, die gesamten Ergebnisse der Online-Beteiligung nach der Auswertung durch das Planungsteam hier herunterzuladen. Die Inhalte werden dann vom Planungsteam in das weitere Verfahren eingebunden.

 

Zusammenfassende Ergebnisauswertung der Onlinebeteiligung und Postkartenaktion

Im Folgenden wurden die Feedbacks aus der Onlinebeteiligung und aus der Postkartenaktion zusammenfassend betrachtet und ausgewertet. Für die Themenfelder „Zugänglichkeit und Erschließung des Plangebiets“, „Neue Wohnbebauung, Freizeitwege und Anbindung des Plangebiets“, „Einbindung Schützenplatz und Qualitäten des neuen Quartiers“ sowie „Verlagerung Tennenplatz, neue Nutzungen am Standort und Erschließung“ haben die Bürger*innen verschiedenste Anregungen eingegeben. Die wesentlichen Meinungen und Ideen werden nun im Nachgang nach den vier verschiedenen Kategorien geclustert – ohne sie jedoch zu bewerten. Einzelne Punkte wurden kontrovers diskutiert, andere hingegen erhielten ein eindeutiges Votum.

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Ideen

aus der Onlinebeteiligung und Postkartenaktion

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zu Ideen und Kommentaren

Das Verkehrsaufkommen auf der Neukirchener Straße und die daraus resultierende Belastung empfinden die Anwohner*innen jetzt schon als zu hoch. Die Situation würde sich nach Einschätzung der Teilnehmenden durch ein Neubaugebiet noch verschlimmern. Grund sei aber eher der Durchfahrtsverkehr als das Parken auf der Neukirchener Straße. Die Einrichtung von eingeschränkten Parkverboten wurde kontrovers diskutiert. Eine Verlagerung der Parkplätze in ein Parkhaus wird aber nicht als sinnvoll erachtet. 
Das Verkehrsaufkommen solle generell entzerrt werden, indem eine direkte Anbindung an die neue Bundesstraße nach Neuss und Düsseldorf entsteht.
In diesem Zusammenhang wurde auch vorgeschlagen, dass als Grundlage für ein Bebauungskonzept zunächst ein allgemeines Verkehrskonzept erarbeitet werden solle.
Zur Entlastung der Neukirchener Straße wurde zudem angeregt, die Ortsdurchfahrt K30 zu nutzen.

Die Erschließungsoptionen über die Neukirchener Straße und über den derzeitigen Tennenplatz bzw. die St. Peter-Straße und Im Rethkamp wurden von den Teilnehmenden aufgrund der Verkehrsbelastung und der teilweise engen Straßensituation ausgeschlossen. Auch eine Anbindung über den Ausbau des Friedhofswegs erschien den Teilnehmenden aus Naturschutzgründen sowie Gefährdung des Schulwegs als nicht geeignet. 
Bei dem Bau neuer Straßen sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Straßen breit genug sind, damit auch die Fahrzeuge für Rettung sowie Ver- und Entsorgung genügend Platz haben.
 

Die Bebauung des Plangebiets Am Schwarzen Graben wurde von den Teilnehmenden grundsätzlich kontrovers diskutiert. Einige Anwohner*innen und Eigentümer*innen befürworten eine ortsangemessene Bebauung im Plangebiet „Am Schwarzen Graben“, sodass nachfolgende Generationen der beiden Gruppen in der lokalen Gemeinschaft bleiben oder zurückkommen können. Gegen eine Bebauung sprechen laut den Teilnehmenden der Onlinebeteiligung und Postkartenaktion insbesondere die Belange des Naturschutzes, Artenschutzes, Landschaftsschutzes, Klimaschutzes und Naherholung. Es wird auch befürchtet, dass im Rahmen einer Bebauung zu wenig qualitativer und ökologisch wertvoller Grünraum erhalten bleibt. Die Versiegelung solle so gering wie möglich sein.
Zudem besteht die Sorge, dass mit einer Bebauung das Verkehrsaufkommen noch größer wird und die Akzeptanz für das Brauchtum im Ort durch Neuzugezogene nicht gegeben ist.
Es wurde von Einzelnen auch betont, dass der Neusser Süden insgesamt nicht noch mehr neue Wohngebiete vertrage.
Statt einer großräumigen Bebauung des Gebiets solle den Anwohner*innen und Eigentümer*innen eher die Möglichkeit gegeben werden, die rückwärtigen Grundstücke zu bebauen (Hinterlandbebauung). 

Bezüglich der Grundstücksgrößen gingen die Meinungen in der Onlinebeteiligung auseinander. Während sich ein Teil größere Grundstücke vorstellen könnte, weist ein anderer Teil der Teilnehmenden auf die Bezahlbarkeit der Grundstücke für Familien hin, weshalb auch kleinere Grundstücke angeboten werden sollten.
Bei einer Bebauung solle die Bauweise offen, aufgelockert, nicht zu hoch sowie die Gestaltung der Häuser individuell sein, um dem Charakter Rosellerheides zu entsprechen.
Die benannten maximalen 250 Wohneinheiten für das Gebiet werden als zu viel eingeschätzt, eine deutliche Reduzierung wurde vorgeschlagen.

In der Onlinebeteiligung wurde von den Teilnehmenden angeregt, dass das neue Wohngebiet generationenübergreifende Qualitäten aufweisen solle, d.h. sowohl für Familien als auch für ältere Bevölkerungsgruppen. 
Teilweise wurde auch vorgeschlagen, die neuen Flächen nur an Bewohner*innen aus Rosellerheide zu verkaufen, da diese die Traditionen und das Brauchtum bereits kennen würden. Diese Anregung wurde kontrovers diskutiert, da es auch möglich sein sollte, für Außenstehende Eigentum zu erwerben und dieses auch vererben zu können. 

Zudem wurde die Sorge geäußert, dass der Abwasserkanal im Zuge einer umfangreichen Bebauung ausgebaut werden müsse. Dabei stellte sich die Frage, wer die Kosten zukünftig dafür trage.

Die derzeitige Lage des Schützenplatzes wurde von den Teilnehmenden der Onlinebeteiligung als ideal eingeschätzt. Es wurde die Sorge mitgeteilt, dass mit einer Verlagerung des Schützenplatzes auch die Wahrnehmung des Schützenfestes im Ort gemindert werden könne. Zudem könne es zu Konflikten mit den neuen Bürger*innen kommen, da diese das Brauchtum und die daraus resultierenden Lärmimmissionen nicht akzeptieren. 
Zur Verlagerung des Schützenplatzes benötige es zunächst eine Alternativfläche und ein Gespräch mit den Schützen.

Im Zuge der Bebauung des neuen Quartiers konnten sich einige Teilnehmende der Onlinebeteiligung beispielsweise eine neue Kneipe mit Biergarten und Kegelbahn, einen zusätzlichen Versammlungssaal oder einen Paddle-Tennis-Platz vorstellen. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass es einige dieser Einrichtungen bereits im Ort gegeben habe, die aufgrund der geringen Nachfrage schließen mussten.

Bezüglich des Tennenplatzes wurde in der Onlinebeteiligung zunächst darauf hingewiesen, dass Tennenplätze mit ihrer Ausstattung nicht mehr zeitgemäß seien und auch nicht neu errichtet werden sollten. Bei einer Verlagerung solle ein neuer qualitativer Fußballplatz entstehen. Diesem Aspekt wurde deutlich zugestimmt.
Der Alternativstandort auf der Friedhofserweiterungsfläche wurde kontrovers diskutiert. Einerseits könne das neue Wohngebiet nur mit einer Zufahrt vom Tennenplatz kommend sowie weiterer Maßnahmen (Lärmschutz etc.) realisiert werden und einer Verlagerung wird zugestimmt. Andererseits wurde betont, dass es keine weitere Versiegelung geben solle und durch die Verlagerung erhebliche Beeinträchtigungen im Landschaftsschutzgebiet für Natur und Tier durch Lärm und Licht entstehen würden.

Von einigen Teilnehmenden der Onlinebeteiligung wurde die Sorge geäußert, dass im Zuge einer neuen Bebauung auch die Nutzungszeiten der Sportanlage eingeschränkt werden könnten. 
Gleichzeitig wurde angeregt, dass mit dem neuen Quartier auch ein neuer Zugang zur Sportanlage geschaffen werden könne, um die Wege zu verkürzen. 

Die Etablierung eines neuen öffentlichen Fußweges entlang der Sportanlage wurde kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite wird der derzeitige Trampelpfad geschätzt und mit einem Ausbau werden Zäune, Tore etc. befürchtet. Auf der anderen Seite wird der Fußweg als eine positive Ergänzung angesehen, um die Sportanlage besser erreichen zu können und den Publikumsverkehr zu erhöhen.

Bezüglich eines neuen Kita Standortes wurde darauf hingewiesen, diesen nicht an einer Stichstraße unterzubringen. 
Der Standort am derzeitigen Tennenplatz erscheint für einen Großteil der Beteiligten ungünstig, da die Erschließung nur über die St. Peter-Straße / Im Rethkamp erfolgen könne und diese bereits heute überlastet seien.

Die Teilnehmenden der Onlinebeteiligung waren sich in diesem Zusammenhang auch einig, dass keine Erschließung über die Alte Hauptstraße erfolgen solle, da der Anschluss über die Neukirchener Straße bereits heute überlastet sei. Gleiches gilt für die Straßen Im Rethkamp und St. Peter-Straße. Mehr Verkehr an dieser Stelle würde zudem den Schulweg für die Kinder gefährlicher gestalten.

Eine Erschließung des Plangebiets wird von einem Großteil der Beteiligten der Onlinebeteiligung nur vom Ortseingang aus gesehen.
Als weitere Erschließungsoption wurde die Zufahrt über den Friedhofsweg genannt, um die Neukirchener Straße zu entlasten. Diese Idee wurde von einem Großteil der Teilnehmenden der Onlinebeteiligung nicht mitgetragen. Eine Erschließung über den Friedhofsweg würde zum einen auch hier den Schulweg gefährlicher gestalten und zum anderen liege der Weg zu nah am Landschaftsschutzgebiet, woraus sich Beeinträchtigungen ergeben könnten.
 

In der Onlinebeteiligung und Postkartenaktion wurden Anregungen und Hinweise gegeben, die sich thematisch nicht den Themenfeldern zuordnen lassen. Diese sollen in dieser Kategorie dargestellt werden:

Es wurde gewünscht, dass zukünftig auch die Bewohner*innen der umgebenden Straßenzüge schriftlich / per Post bzw. Flyer eingeladen bzw. informiert werden (z.B. zur Abschlussveranstaltung). 

Zudem wurde von den Teilnehmenden betont, dass die Entscheidungsfindung für oder gegen eine Bebauung bereits zu lang andauert. In diesem Zusammenhang wird es als positiv angesehen, dass mit dem Moderationsverfahren ein neuer Impuls gesetzt wird.

In den Ergebnissen der Postkartenaktion wurde der Wunsch geäußert, dass mit der Entstehung des neuen Quartiers die jetzigen Anwohner*innen und neuen Bürger*innen sich gegenseitig Zugeständnisse gewähren.

Von einigen Teilnehmenden der Postkartenaktion wurde darauf hingewiesen, dass einige Ideen und Anregungen in der Onlinebeteiligung kein nachvollziehbares Gleichgewicht zwischen „gefällt mir“ und „gefällt mir nicht“ aufweisen. 

Hinweis des Planungsbüros

Die Anzahl der möglichen „Stimmen“ durch die Teilnehmenden war nicht limitiert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Ergebnisse auf Mehrfachklicks zurückzuführen sind. Bei der Auswertung dieser Stimmen steht zudem nicht die exakte Stimmenanzahl, sondern die Tendenz der Meinungen der Teilnehmenden im Vordergrund.