Am Schwarzen Graben

Beteiligungsformate

Mit Hilfe des Moderationsverfahrens „Am Schwarzen Graben“ wird das Ziel verfolgt, eine gemeinschaftlich getragene und umsetzbare Grundlage zur Weiterentwicklung des Plangebiets in Rosellerheide-Neuenbaum zu erhalten.

Durch viele unterschiedliche und sich unter Umständen widersprechende Interessen und Nutzungsansprüche der lokalen Akteure kann eine gemeinschaftlich getragene Planung nur über den Dialog erfolgen. Dabei können immer konkreter werdende „Bilder“ im Sinne von planerischen Skizzen den Dialog unterstützen.

Ein zentraler Teil des Dialogs besteht in der Beteiligung der Bürgerschaft sowie der lokalen Akteure, die als Ortsexpert*innen einen wesentlichen Beitrag zur Mitgestaltung ihres Stadtteils und ihrer Umwelt leisten können. Mit diesem transparenten Verfahren und der Möglichkeit zur Mitgestaltung der Zukunft von Rosellerheide-Neuenbaum wird gleichzeitig die Akzeptanz der Bürgerschaft für die Planung erhöht. Die Neusser Bürger*innen haben bereits in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass sie bereit sind, diese Verantwortung für ihre Stadt und ihren Stadtteil zu übernehmen und Planungsprozesse mitzugestalten. Aufgrund der aktuellen Lage und den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden die dazu geplanten unterschiedlichen Vor-Ort-Veranstaltungen auch um digitale Verfahren ergänzt.

Die geplanten Beteiligungsformate sollen dabei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. So werden erste Grundlagen mit der Verwaltung in internen Arbeitsgesprächen sowie in einem Workshop mit den Fachämtern der Stadtverwaltung durchgeführt. Hinzu kommen Schlüsselpersonengespräche, die als Kleingruppengespräche durchgeführt werden. Daran beteiligt sind lokale Akteure, die mit dem Ort Rosellerheide-Neuenbaum vertraut sind und für den Planungsprozess des Gebiets „Am Schwarzen Graben“ wichtige Hinweise geben können. Sie nehmen damit die Rolle von Multiplikatoren ein, die beispielsweise aus Mitgliedern des Schützenvereins, des Sportvereins o.ä. bestehen können.

Um die Ideen und Anregungen der Öffentlichkeit aufzunehmen, wird eine Auftaktveranstaltung stattfinden, in der für alle sichtbar die Aufgabenstellung erläutert wird und erste Anregungen und Impulse eingebracht werden können.

Wichtig für die Beteiligung ist in Zeiten der Corona-Pandemie darüber hinaus die Online-Beteiligung. Sie bietet tageszeitenunabhängig die Möglichkeit zur Beteiligung im Internet und kann problemlos während möglicher Corona-Beschränkungen bedient werden. Die Online-Beteiligung funktioniert über eine Plattform, auf der per Computer oder von Mobilgeräten Anregungen, Hinweise, Wünsche, aber auch Befürchtungen direkt in einer Karte verortet werden können. Gleichzeitig kann die Idee mit einer Beschreibung versehen werden. Diese ist von anderen Besucher*innen der Internetseite einsehbar und kann kommentiert oder ergänzt werden, sodass – unter Wahrung gesellschaftlicher Konventionen (Spielregeln) – ein virtueller Dialog entsteht. Die Ergebnisse der Beteiligung werden nach einer bestimmten Laufzeit ausgewertet und hier auf der Website veröffentlicht.